Samstag, 1. Dezember 2018

Mit dem Polarexpress nach Hogwarts

Es gibt diese Bücher und Filme, die von Weihnachten erzählen, und uns mitnehmen in eine ganz eigene Weihnachtswunderwelt. Sie sorgen für Glitzer im Grau des Alltags, der meist nicht weniger alltäglich wird, nur weil bald Weihnachten ist. Sie sorgen für ein bisschen Zauber vor dem Zubettgehen. Für einen traumreichen Schlaf. Für ein wenig Zuversicht, dass Wünsche in Erfüllung gehen können. So wie in Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat…

Wie gut also, dass es Geschichten gibt, die uns ans Träumen, ans Neugierigsein und Wunderglauben erinnern. Und die Raum geben für die Frage: Was wäre, wenn all das wahr wäre?

Wenn der Polarexpress vor dem eigenen Schlafzimmerfenster Halt machen würde. Ein Schaffner stiege aus, stapfte durch meterhohen Schnee und überreichte einem ein goldenes Zugticket. Die Eintrittskarte für eine Reise zum Weihnachtsmann. I think of him, when christmas comes to town.

Oder wenn ein Häusertausch zu Weihnachten die Chance auf einen Neuanfang bieten würde. Auf die große Liebe. Eingeschneit in einem Cottage in einer Grafschaft in Südengland oder in einer Luxusvilla in Los Angeles. Zeit, um über das Leben nachzudenken oder um Plätzchen zu backen. Und wenn’s klingelt, stünde da ein Traumprinz. Denn Liebe braucht keine Ferien.

Oder wenn, während alles schliefe, Mensch und Tier, Haus und Hof, unbemerkt von allen, ein Wichtel käme. Tomte Tummetott, mit weißem Bart und Zipfelmütze. Ein Männlein mit Laterne, das den Schlaf bewachte und Geschichten vom Frühling in Ohren flüsterte. So, dass in Winterträumen plötzlich Blumen blühten.

Oder wenn am ersten Weihnachtsmorgen am Fußende des Himmelbettes Geschenke liegen würden. Auch Mrs Weasleys selbstgestrickter Pullover in kastanienbraun und bestickt mit dem Anfangsbuchstaben des eigenen Vornamens wäre dabei, aber vielleicht auch ein Feuerblitz-Besen, Schokofroschkarten und Bertie-Botts-Bohnen aller Geschmacksrichtungen. Trollrotz, Kürbispastete, Butterbier. In der großen Halle von Hogwarts würde ein Festessen warten und über den Köpfen schwebten tausendundabertausend Lichter, die erst dann ausgingen, wenn Dumbledore eine kaum merkliche Bewegung mit seinem Zauberstab machen würde.

Oder wenn die Welt auf einmal mit Schnee und Eis bedeckt wäre, alles einfrieren würde, wie von Zauberhand. Und nichts und niemand könnte das ändern. Außer vielleicht die Liebe. Schwesternschaft und Märchenprinz. Ein sprechender Schneemann namens Olaf. Texte und Melodien, die im Ohr blieben – ob man wollte oder nicht. Let it go. Lass jetzt los. Und alles wird gut.

Oder wenn das Fest der Liebe harte Herzen zum Schmelzen bringen könnte. Wenn es da einen kleinen Lord gäbe, der auf einmal seinen Platz findet. In Haus und Herz seines gestrengen Großvaters. Oder aber Geister der Weihnacht, die das Leben lehren und daran erinnern: Veränderung ist immer möglich. Oder wenn es einen wie Michel gäbe, der das gesamte Armenhaus zum Wurst- und Schinkenessen auf den Katthulthof einladen würde. Zu Pastete, Blutpudding und Gepökeltem. Sodass niemand zu Weihnachten allein und hungrig bleiben müsste.

Was, wenn all das wahr wäre?

Hanna Buiting

Und jetzt du! Hast du Lust, diese Idee weiterzuspinnen und eine Geschichte zu schreiben, die davon erzählt? Wie wäre das, wenn sich Harry Potter und Olaf, der Schneemann, begegnen würden? Oder der Polarexpress würde bei Michel aus Lönneberga Halt machen? Oder Tomte Tummetott wäre auch in deinen Träumen zu Gast?

Schicke uns deine Geschichte bis zum 10. Dezember an  info@hura-ameland.de und hüpf‘ in den Lostopf. Unter allen Einsendungen verlosen wir drei Exemplare von Hannas neuem Adventskalenderbuch „Sternstunden“.

P.S. Du möchtest noch mehr von Hanna lesen? Dann schau doch mal auf hannabuiting.de nach.

Bild: Kristina Buiting

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